Männerprobleme (2)

Männerprobleme (2)

Schwachköpfe suchen nach Lösungen

Die Abenteuer der sieben Schwaben
Schwank von Ludwig Aurbacher (1784 - 1847)

Die Geschichte der sieben Schwaben aus Ludwig Aurbachers "Volksbüchlein" ist die selbstironische Darstellung eines Volksstammes, der es sich leisten kann, sich kräftig durch den Kakao zu ziehen, da er genügend Geistesgrößen vorzuweisen hat. (Hegel, Schelling, Schiller, Mörike, Hauff, List, Vischer, Herwegh, Uhland, Wieland, Daimler, Bosch, Einstein, Heuss und ungezählte andere)

Grotesk-komische Satire auf die Beschränktheit des männlichen Menschen, speziell des schwäbischen.

Allgemeinbildungsgut für selbstkritische Südweststaatler, hier besonders für schwäbische.

Für Liebhaber des Honoratioren-Schwäbisch und seines selbstironischen Charakters.

Die "Sieben Schwaben" sind weder Märchen noch Sage. Sie sind eine satirische Geschichte über Blindheit und Selbstüberschätzung. Die Verächtlichmachung einer Gruppe fragwürdiger Helden, die sich zur Vernichtung eines gräßlichen Gegners zusammenfinden, gehört zum Besten, was literarischer Spott in Deutschland über Großmannssucht aufs Papier brachte. Der Irrtum über Stärken des Gegners und seiner angeblichen Unschlagbarkeit hat schon manchen Sieg verhindert oder hinausgezögert.

 

Sag Ja
Kleine Satire von Tobias Wolff (* 1945, USA)

"Hättest du mich geheiratet, wenn ich eine Schwarze wäre?"
An dieser im Grunde sinnlosen Frage entzündet sich ein äußerst sinnvoller Dialog.

Spannende Kurzgeschichte zu dem brisanten Thema: "Was weiß ich vom andern?"

Nachdenklich stimmender Schluß - man weiß wenig vom andern

Wo kommen die Löcher im Käse her?
Satire von Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

Berühmte Familiensatire des Berliner Autors zu Erziehung und Besserwisserei. Die Frage nach der Entstehung der Löcher im Käse macht die Unwissenheit der Befragten deutlich und gibt die idiotisch Antwortenden, die ihre Dummheit nicht eingestehen wollen, der Lächerlichkeit preis. Welchen Blödsinn können Erwachsene Kindern vermitteln? Brillante Parodie auf den bornierten Spießer.

Fünfzehn Minuten intensives Lachen.

 

Männergewalt
Kurzdialog von Hans Rasch (* 1939)

Daß Männer gewalttätig werden können, ist bekannt. Wie steht's mit der Gewalt von Frauen?

Sind Frauen verstrickt in die Schuld von Männern? Geben sie auch schon mal Anlaß zu Gewalt? Spielen Medien eine Rolle (z. B. Gewalt im Fernsehen, Film)?

Warum ist die verprügelte Frau Anlaß für Mitleid, der von der Frau verprügelte Mann eher komisch?

Ein brisanter Dialog zwischen Mann und Frau, der oft Verschwiegenes zur Sprache bringt.


mit: Stefan Österle
   
Regie: Friedrich Beyer
   
Spieldauer: ca. 1 ¾ Stunden mit Pause

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realisation: danowski & klages 2006
 
Letzte Aktualisierung: 17 Juli, 2008 18:50 Uhr