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Ich will nicht sterben. Nein...
Selma Meerbaum-Eisinger
Die Stadt Czernowitz
und die junge, jüdische Dichterin
Selma Meerbaum-Eisinger (1924 - 1942)
Biographie und Gedichte eines großen Talents
Durch den eisernen Vorhang
und die Zweiteilung Europas in Ost und West traten viele Länder,
Städte, Ereignisse und Personen in den Hintergrund des westlichen
Allgemeinbewußtseins oder wurden fast vergessen.
Die Stadt Czernowitz (Bukowina - Buchenland), heute Gebietshauptstadt
der westlichen Ukraine, war zur Zeit der Donaumonarchie und später
bis ca. 1940 eine Vielvölker-Literaturstadt. Sie war der Mittelpunkt
des buchenländischen (bukowinischen) Deutschtums, war seit 1774 österreichisch,
kam 1918 an Rumänien und 1944 zur Ukraine.
Dort lebten bedeutende Dichterinnen und Dichter verschiedener Nationalität
friedlich nebeneinander, u. a. Rose Ausländer, Paul Celan, Itzig
Manger und Gregor von Rezzori.
Selma Meerbaum-Eisinger wurde 1924 in Czernowitz geboren und starb 1942
im Arbeitslager Michailowka. 57 ihrer einzigartigen Gedichte wurden gerettet.
In unserem Programm, in dem eine große Auswahl der stimmungsvollen,
ungewöhnlich ausdrucksstarken Gedichte Selma Meerbaum-Eisingers szenisch
zitiert wird, schildern Carl Emil Franzos (1848 - 1904) und Rose Ausländer
(1907 - 1988) das rege Leben im Czernowitz des 19. Jahrhunderts und der
zwanziger und dreißiger Jahre. Jürgen Serke erzählt das
kurze Leben der Autorin und die unglaubliche Rettung der Gedichte.
Ein Programm über deutsch-jüdische Vergangenheit. Ein Blick
in eine versunkene Welt, der uns hilft, die Gegenwart zu verstehen.
Ergänzt wird der Text mit Musik von Joseph Haydn, Johann Strauß,
Pavel Haas, Synagogengesängen, Liedern, Gesängen und Chorälen.
Kommentierende Texte von und
nach Jürgen Serke
Einleitung und Schlußtext von Gesine Keller
| mit: |
Anne Buschatz
und Gesine Keller |
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| Konzeption: |
Friedrich
Beyer |
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| Spieldauer: |
ca.
2 Stunden mit Pause |
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